COVID-19: Fakten für das Marketing.

Was macht eine erfolgreiche Marketingstrategie in der Krise aus? Wie kann man das Ende der Krise treffsicher vorausplanen? Was können wir aus früheren Krisen lernen? Aus dem Dschungel der derzeit kursierenden Studien und „guten Ratschlägen“ der Beratergilde haben wir einen Extrakt von relevanten Fakten und internationalen Studienergebnissen zusammengestellt:  
 

  • Budgetkürzungen können sich bis weit nach einer Rezession negativ auf den Umsatz auswirken, ohne kurzfristig merklich mehr Gewinn zu erzielen (WARC, IPA & Tellis, G. J., 2009, Journal of Advertising Research).
     
  • Sechs Monate Funkstille können eine Marke bis zu 39% Bekanntheit kosten (Kantar Langzeitstudie), was die Erholung nach Corona erheblich erschweren wird.
     
  • Auf der anderen Seite erhöhen Investitionen in die Werbung während einer Rezession den Umsatz, den Marktanteil und den Gewinn, sowohl während, als auch nach der Rezession. Mehrere Studien zeigen, dass dieser Effekt jahrelang anhält (Tellis, Journal of Advertising Research, etc.).
     
  • Handelsmarken wachsen oft in Krisenzeiten und verlieren diesen Marktanteil nach der Rezession auch nicht automatisch wieder (Tellis, G.J., 2009, Journal of Advertising Research).
     
  • Die sozialen Medien boomen: im Vergleich zum 10. und 16. Februar stieg die Zahl der Visits zwischen dem 9. und 15. März um 14% in Frankreich, 11% in Deutschland, 30% in Italien, 55% in Spanien und 18% im Vereinigten Königreich (imagepartners+ ad-hoc-Befragung).
     
  • Vernünftig oder nicht, viele Marken stornieren oder verschieben Kampagnen. Die deutschen Sender werden im April etwa 25% weniger Spendings bekommen. FMCG Marken nutzt das geschickt für Last Minute Buchungen von Top Platzierungen. (Absatzwirtschaft)
     
  • 55% der Verbraucher denken, dass Marken relevanter sind als Regierungen, um sie in eine bessere Zukunft zu führen (HRB Book, Corona and Business, March 2020).