Marian Kopp

Lauffener Weingärtner EG

Ich bin Marian Kopp, geschäftsführender Vorstand der Lauffener Weingärtner EG – und damit verantwortlich für eine Genossenschaft, also einen "Mehr-Familen-Betrieb", der viele Winzerfamilien und ihre Arbeit zusammenführt. Mein Alltag besteht darin, Qualität aus dem Weinberg in starke markierte Produkte und verlässliche Absatzwege zu übersetzen: vom Sortiment über Vermarktung bis zur strategischen marketing- und vertriebspolitischen Weiterentwicklung. Die Welt ein bisschen besser mache ich, indem ich regionale Wertschöpfung sichere, partnerschaftlich mit unseren Mitgliedern arbeite und dafür sorge, dass Herkunft, Handwerk und Verantwortung im nationalen und internationalen Markt sichtbar bleiben.

Chatbot Interview

  • Ihr Morgen-Medium?

    Die "FAZ" auf dem Pad und im Büro die einschlägige Wein-Fachpresse ("Weinwirtschaft", "Wein+Markt")

  • Welche MarTech war/ist für Sie bahnbrechend?  

    Gerade jetzt sehe ich KI-gestützte Personalisierung als bahnbrechend – nicht als Spielerei, sondern als neue Form von Beratung: von dynamischen Produkt- und Foodpairing-Empfehlungen bis hin zu personalisiertem Content. Die Vision ist ein ‚digitaler Sommelier‘, der Kaufbarrieren senkt und Genusswissen demokratisiert. Wichtig: Weniger ein einzelnes Tool – eher die Fähigkeit, Datenquellen sauber zu verbinden und dann Automation und Personalisierung darauf aufzubauen. Das ist der Kern.

  • Ihr größter PAIN-Pitch und was Sie daraus gelernt haben?

    Mein größter Pain-Pitch war, als wir versucht haben, eine Weinmarke rein über Storytelling und PR zu skalieren – ohne saubere Vertriebsmechanik dahinter. Das Feedback war begeistert, aber die Umsetzung im Handel blieb zäh: Listung, Sichtbarkeit und Abverkauf folgen eigenen Regeln. Gelernt habe ich: Eine starke Geschichte ist nur der Einstieg – sie muss mit einem klaren Vertriebskonzept, POS-Plan und Wiederkaufslogik verbunden sein. Essentiell: Storytelling ist der Einstieg – der Erfolg kommt erst, wenn Vertrieb, POS-Plan und Wiederkaufslogik genauso sauber sind wie das Produkt.

  • Was würden Sie gern automatisieren und was niemals?

    Automatisieren würde ich Prozesse, die Organisationen ausbremsen: Reporting, Datenbereinigung, Standard-Workflows im Marketing, interne Abstimmungen und wiederkehrende Kampagnen. Niemals automatisieren würde ich strategische Entscheidungen, Konfliktgespräche oder Verantwortung für Qualität – dort braucht es menschliches Urteil und Haltung.

  • Konzern oder Familienunternehmen? 

    Genossenschaft! Das heisst eher Familienunternehmen als Konzern: ein "Mehr-Familien-Betrieb" mit Shared-Economy Ansatz! Sehr zeitgemäß!

  • Welches Event ist für ihr Unternehmen wichtiger: Firmenfest oder Zukunftsworkshop? 

    Ich entscheide das nicht gegeneinander. Ein gutes Unternehmen braucht beides: ein Firmenfest, das Zusammenhalt schafft, und Zukunftsworkshops, die Entscheidungen erzwingen. Wenn ich etwas streichen müsste, würde ich eher am Format sparen als am Ziel: Wir können auch Zukunftsarbeit beim Sommerfest machen – aber nicht umgekehrt. Für mich gilt: Kultur ist die Voraussetzung, Strategie ist die Richtung. Und Erfolg ist die konsequente Umsetzung beider.

  • Wie schaffen Sie sich im operativen Alltag Raum für die Weiterentwicklung ihrer Unternehmensstrategie?

    Ich schaffe mir Raum durch harte Priorisierung: Nicht jede operative Anfrage ist dringend, viele sind nur laut. Ich arbeite mit klaren Entscheidungsfenstern – und alles, was nicht strategisch oder wirklich kritisch ist, bekommt Standardprozesse oder Delegation. Zusätzlich blocke ich mir fixe Zeitfenster für Strategie, weil sie sonst nie passiert.

  • Ihr Dinner-Tipp in Lauffen am Neckar?

    Mein Dinner-Tipp in Lauffen am Neckar ist ganz klar eine gute Weinstube oder – je nach Saison – eine Besenwirtschaft. Dort bekommt man regionale Küche ohne Chichi und dazu Weine direkt aus der Herkunft. Das ist für mich Genuss, der zur Region passt: ehrlich, warm, und mit Charakter. In Lauffen ist das Dinner nie nur Essen – es ist immer auch ein Stück Weinregion.

  • Ganz oben auf Ihrer TraumReise-Bucketlist steht…

    Immer wieder: Kalifornien, speziell Sonoma und das Sonoma Valley – weil es ein Lehrbuch dafür ist, wie Wein, Marke und Erlebnis zusammenspielen. Mich reizt besonders, wie dort neue Stilistiken entstehen und wie konsequent viele Betriebe ihre Herkunft ins Storytelling übersetzen.

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